Jetzt Appell unterzeichnen!– Der hohe Preis fürs billige Fleisch

Erneut ist es zum Ausbruch von Corona in einem Schlachtbetrieb gekommen – dieses Mal beim Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen. Mindestens 1.500 Menschen haben sich dort mit dem Coronavirus infiziert. Dieser Vorfall macht noch einmal die dramatischen Probleme der Agrarindustrie deutlich und zeigt, wie wichtig unser 7-Punkte-Plan für die Fleischindustrie ist. Immer mehr produzieren zu immer günstigeren Preisen ist nicht nur eine Gefahr für die Arbeiterinnen und Arbeiter in Schlachtbetrieben, die oftmals unter katastrophalen Bedingungen schuften müssen, sondern auch für Umweltschutz und das Tierwohl. Wir fordern weiter von der Bundesregierung: Jetzt unseren 7-Punkte-Plan umsetzen und die Fleischindustrie vom Kopf auf die Füße stellen!

Fatale Umweltauswirkungen, geringe Wertschätzung für Landwirtinnen und Landwirte und Tierquälerei – das alles sind Folgen einer industriellen Landwirtschaft, die dem Motto “Immer mehr, immer billiger” folgen muss. Dieser Preiskampf wird nicht zuletzt auch auf dem Rücken der Beschäftigten in Schlachtbetrieben ausgetragen.

Die Probleme in den Schlachthöfen offenbaren nicht einige wenige schwarze Schafe, sondern sind grundlegend. Wir müssen endlich anfangen, die Fleischindustrie vom Kopf auf die Füße zu stellen. Und der große öffentliche Druck zeigt Wirkung: Ab 2021 sollen Werkverträge in Schlachtbetrieben verboten werden. Doch es muss sich noch mehr ändern! Deswegen: Jetzt Appell unterzeichnen und die Bundesregierung auffordern, alle Maßnahmen unseres 7-Punkte-Plans umzusetzen!

Die sieben Punkte:

  1. Keine Ausbeutung über Subunternehmen
  2. Arbeitsschutz – Arbeitgeber*innen haften für alle, die im Betrieb arbeiten
  3. Menschenwürdige Mindeststandards für Unterkünfte
  4. Betriebsrat für alle
  5. Regelmäßige Kontrollen
  6. Mindestpreis für tierische Produkte
  7. Mehr Tierwohl, finanziert durch einen Tierschutzcent

Hier findest du den ausführlichen 7-Punkte-Plan zur Verbesserung der Lage in den Schlachthöfen.

Im Original erschienen auf: gruene.de


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